tdw

TDW – “The Days The Clock Stopped”

Headbangers Life – Albumreview TDW -„The Days The Clock Stopped“

Aus gegebenem Anlass, nämlich die Veröffentlichung des heute betrachteten Albums von TDW namens „The Days The Clock Stopped“, schauen wir einmal hinter die Kulissen und konnten Dank Layered Reality Productions vorab schoneinmal reinhören.

TDW – „Wer ist das?“

Biografische Geschichten waren die Hauptinspirationsquelle für viele Romane, Alben, Filme und andere Formen der Kunst, seit Kunst für die Menschheit wichtig geworden ist. Oft ist es die Relativierbarkeit der Kunst
die ein Publikum anzieht. Geschichten von Kampf und Überleben inspirieren immer. Aber was ist, wenn eine Geschichte so intensiv ist, dass es fast unwirklich erscheint? Was ist, wenn eine Konfrontation mit dem Tod das Wesen dieser Personen verändert? Existenz?

Dies ist etwas, dem der Liedermacher, Produzent und Sänger Tom de Wit mit der Veröffentlichung von “The Days The Clock Stopped” nachgehen wollte.

tdw

Nach der Veröffentlichung mehrerer Alben zusammen mit Dreamwalkers Inc., sowie der Erstellung von Youtube-Songs & Vlogs, Dokumentarfilmen, stand Tom Anfang 2019 an einem Scheideweg. Während all dieser Zeit widmete sich TDW dem Schreiben über fiktionale Charaktere und Ereignisse, um seine eigene emotionalen Aufruhr herauszulassen. Oft versteckt er sich hinter Metaphern und Fiktion, um zu sagen, was er wirklich durch diese Charaktere und Erlebnisse gefühlt hat.

„Ich hatte immer das Gefühl, dass ich kein Recht hatte, in meinem eigenen Namen zu sprechen. Die Figuren haben das für mich getan. Ich meine, am Ende bin ich einfach nur ein Typ, der Dinge tut und Dinge macht…“

Tom de Wit


Diese Kreationen waren immer leidenschaftlich und mit Bedacht gemacht, aber es fühlte sich an, als ob etwas ignoriert wurde. Eine große Anzahl von Ereignissen, die sein Leben mit Anfang 20 erheblich veränderten, vor dem er seit 11 Jahren weggelaufen war…

“The Days The Clock Stopped”

Thema des Albums

The Days The Clock Stopped ist ein Konzeptalbum, das kopfüber in Toms medizinische Geschichte eintaucht und wie er im Alter von 19 Jahren an einer hochgradig entzündlichen Darmerkrankung erkrankte und wie er damit umging, während auch die mentalen Kämpfe zu bekämpfen waren, die damit einhergehen, dass man als hochsensibler Mensch diagnostiziert wird.

Die Geschichte schildert die Erfahrungen des Krankenhauses, gefangen in einem Körper und Gehirn, die aufgeben, die medizinischen Fehler, die gemacht wurden und wozu es führen kann, wenn man nicht einmal, sondern zweimal mit dem Tod konfrontiert wird.

…weitere Infos

Tom, der die Musik und die Texte schrieb und auch das Projekt leitete, wurde von einer Reihe von Gästen unterstützt. Musiker, von großen Namen bis hin zu Newcomern, um seine Vision zum Leben zu erwecken.

Vor allem aber die Aufnahme von Aeon Zen/Annihilator’s Rich Gray als Bassist, Co-Produzent und Mastering-Ingenieur, sowie die massive Drum-Performance von Fabio Allessandrini (Annihilator), welche die Intensität des Albums auf die nächste Stufebringt, ist nicht zu unterschätzen.

Zum TDW Album “The Days The Clock Stopped” kommt ein Dokumentarfilm in Spielfilmlänge hinzu, der die Geschichte hinter dem Album von der dritten Person erzählt. Dieser wird im physischen Boxset enthalten sein.

Die Dokumentation spricht auch über die Entstehung der Platte und blickt auf die TDW-Karriere zurück. Diese Begann im Jahr 2008 und wurde bis zur Erstellung dieses Albums jetzt, verfilmt.

Man kann sich fragen, ob es reine Eitelkeit ist, die ein Projekt wie dieses antreibt, aber auf die Frage danach antwortete Tom:

“ Man kann es nicht allen recht machen, und das ist in Ordnung. Obwohl ich in diesem Fall hoffe, dass das Album und/oder der Dokumentarfilm, jedem, der gegen eine solche Krankheit kämpft, eine Hilfe sein kann. Es geht nicht nur um meine Geschichte, aber es geht darum, die Kraft zum Weitermachen zu finden und die Energie zu finden, das Leben in vollen Zügen zu leben, wenn man überlebt. Wenn auch nur ein einziger Mensch diesem Projekt das entnehmen würde, wäre ich vollkommen glücklich.“

Tom de Wit

Headbangers Life hört “The Days The Clock Stopped”

„The Days The Clock Stopped“ ist ganz klar ein Konzeptalbum, welches nur wirklich im Kontext funktioniert, das heißt erst durch die Hintergrundstory und die dazugehörige Dokumentation macht das Album wirklich Sinn. Man hat das Gefühl die Reise des Tom de Wit musikalisch erzählt zu bekommen fast wie in einer Art Musical.

Symphonic Metal Parts steigern sich im Intro names „Crashscape“ zu einem druckvollen Opening des Albums dem gleich der erste Clockstop folgt, der einen wieder herunterfahren lässt. Der für meinen Geschmack teilweise recht seichte Gesang bringt im Kontext der Geschichte jedoch die passende Emotion rüber. Wobei aus rein persönlicher Sicht mir im Ganzen doch etwas Druck fehlt.

tdw
  1. Crashscape
  2. Clockstop X
  3. Code of Conduct
  4. Clockstop 2
  5. Sleepless Angels
  6. The Pulse
  7. Clockstop 3
  8. Death and her Brother Greg
  9. No Can Do
  10. Clockstop 4
  11. A String of Repeats
  12. All We Could Do*

TDW hat mit „The Days The Clock Stopped“ kein powervolles Album zum headbangen geschaffen, vielmehr eine musikalische Geschichte, die man im Wissen um die Geschichte dahinter gut nachvollziehen und miterleben kann. Man muss sich jedoch die Zeit nehmen und dem Thema öffnen und sollte sich vorher den Dokumentarfilm der zum Album veröffentlicht wird zu Gemüte geführt haben und macht es so zu etwas, was eher Kennern gefallen wird. Aus diesem Grund von uns 4 von 5 Sternen.

TDW – online

weitere Albumreviews findet ihr >>>hier<<<

Kommentar verfassen