Clayman 20th Anniversary Edition

„Bullet Ride“ – Lyricvideo veröffentlicht – Review

»Clayman 20th Anniversary Edition« +++ Zeitreisengefühl oder: …selten so gelangweilt

Die schwedischen Metaller IN FLAMES veröffentlichten nun ein Lyric Video für ihre Re-Recorded Version von “Bullet Ride“ vom kommenden „Clayman 20th Anniversary Edition“, welches am 28. August via Nuclear Blast erscheint. Warum wir nicht gerade vor Begeisterung überkochen?

Um die zwei Jahrzehnte ihres hochgelobten Durchbruchs zu feiern, haben IN FLAMES vor Kurzem ebenso die „Clayman 2020“ Bonus Tracks veröffentlicht.

Das heißt 4 neu aufgenommene Songs ebenso wie ein Instrumental.

Bevor ich nun oben gestellte Frage beantworten möchte, könnt ihr das „neue“ Lyricvideo >>hier<< ansehen. Oder ihr lest einfach weiter, denn es ist ja nicht so als würdet ihr den Song nicht kennen.

Für alle diejenigen die soeben doch noch einmal schauen mussten: Na?! Begeistert?! – Genau, die Antwort ist: „Nicht wirklich!“

Vor dem Urteil noch ein paar Infos:

»Clayman 20th Anniversary Edition« wurde komplett remastered von Ted Jensen (PANTERA, DEFTONES, GOJIRA) und erhielt ein komplett frisches Artwork mit einem 16-seitigen Booklet, einem neuen Instrumentalmedley und 4 neu aufgenommene Versionen von den Fanfavoriten wie ‚Only For The Weak‘ oder ‚Pinball Map‘. Jene Tracks wurden von Howard Benson (MY CHEMICAL ROMANCE, MOTÖRHEAD) produziert und von Chris Lord-Alge (GREEN DAY, ROB ZOMBIE) gemixt.

Das persönliche (Vor-) Urteil

Bis zum Album „A Sense of purpose“ war ich ein wirklich großer In Flames Fan. Zu dieser Zeit entwickelte sich mein persönlicher Metalgeschmack, ich fand aber auch, dass In Flames zunehmend melancholisch-melodisch wurden, und mir irgendwie die Power älterer Songs fehlte.

Dies bestätigte sich beim darauffolgenden Album, so dass ich nur noch ab und an in releases reingehört habe. Der Song „I, The Mask“ weckte kurzzeitig erneut meine Aufmerksamkeit aber mehr auch nicht – aber dies ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Zum 20. Geburtstag des Album „Clayman“ ein re-record des Albums zu bringen ist irgendwie, aufgrund des damaligen Erfolges, naheliegen und man ist es ja von In Flames mittlerweile gewohnt.

Als nun „Bullet Ride“ als Lyricvideo vom „Clayman 20th Anniversary Edition “ – Album erschien musste ich mal reinhören, da die ursprüngliche Version einer meiner persönlichen Favourites ist.

Doch: „WAS WAR DAS?!“ – Von der zügig in „Adobe After Effects“ erstellt erscheinenden Animation einmal ganz abgesehen – Wie kann man einen Song denn so entwerten…

Clayman 20th Anniversary Edition
Albumcover Clayman 2020

Statt den ruhiger Gessangsparts mit einer Prise „insanity“ in der Stimme, gepaart mit powervollen Screamparts erscheint „Bullet Ride“ vom Clayman 20th Anniversary Edition – Album unauthentisch überproduziert.

Neben der Abwandlung ins melodische wirkt die Stimme Anders Fridens wie ein Schatten seiner selbst. Man hat das Gefühl jeglicher Effekt in der Produktion wurde extra dick aufgetragen.

Meiner Meinung nach ein absoluter Fail. und wirkt wie: „Eigentlich kein Bock aber lass uns mal auf die schnelle was machen.“ oder: „Schnell was fertigmachen damit mit man mit dem „Event“ noch etwas verdienen kann.“

Clayman 20th Anniversary Edition – Ein Album wofür sich In Flames nicht die Arbeit hätten machen müssen. Wer es trotzdem haben möchte, der bekommt es hier.

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