Bloodywood

Bloodywood – Indian Folk Metal

Headbangers Live Review: Bloodywood

Heute kommen wir im Headbangers Life Review zu einer Band die Metal bzw. eine Art Metal neu definiert und damit genau den Nerv vieler Metalheads trifft. So auch unseren, dies schoneinmal vorab.

Bandsteckbrief: Bloodywood

Bloodywood
Genre:
Herkunft:
Gründung:
Mitglieder:
  • Indian – Folk – Metal
  • Neu Dehli (Indien)
  • 2016
  • Karan Katiyar – Gitarre, Flöte, Produktion, Songwriting
  • Jayant Bhadula – Vocals und gutturaler Gesang
  • Raoul Kerr – Rap-Vocals
  • Sarthak Pahwa – Dhol – Drum
  • Roshan Roy – Bass
  • Vishesh Singh – Drums

Geschichte der Band

Ursprünglich hatte Metalhead Karan Katiyar die Idee einen Youtube – Kanal zu erstellen, auf dem er bekannte Bollywoodsongs im Metal – Style coverte. Es fehlte doch zunächst ein passender Mitstreiter für die Vocals, bis Karan auf einem Gig Jayant Bhadula kennenlernte der bis dato als Talentscout arbeitete. Karan war sofort von der stimmlichen Weite und Vielfältigkeit Jayants begeistert.

So kündigte Karan 2016 seinen Job als Anwalt und gründete zusammen mit Jayant, Bloodywood zunächst als Zwei-Mann-Band.

2017 coverte Bloodywood den Song „Heavy“ von Linkin Park, welches die Aufmerksamkeit einiger führender Metal – Webseiten wie Loudwire und Metal Hammer erregte.

…what Linkin Parks Heavy should have sounded like…

kommentierte „Loudwire“ das Cover

In Folge veröffentlichte Bloodywood in 2017 weitere Cover und das Cover-Album „Anti-Pop Vol. 1“ auf ihrer Bandcamp Seite.

Bloodywood

Am 01. Mai 2018 veröffentlichte Bloodywood in Zusammenarbeit mit dem Rapper Raoul Kerr die Single „Ari, Ari“ welche grundlegend auf dem Punjabi-Folk-Song „Baarsi Barsi“ basierte. Karan lernte Raoul während der Arbeit an einem Lyric-Video kennen und unterstützte Bloodywood zunächst unabhängig mit der Option ein festes Mitglied zu werden.

„Ari, Ari“ schlug ein wie eine Bombe und erhielt so viel positive Rückmeldung durch die Fans, so dass Karan und Jayant entschieden, vermehrt eigene Metals-songs zu schreiben, die aber durch die indische Musik geprägt sein sollten.

Bloodywood „Ari Ari“

Schon hier wurde klar das Bloodywood sich im großen Stil sozial engagieren möchte und es kam zu einer Partnerschaft zur Website „HopeTherapie“.

Hierzu veröffentlichte Bloodywood den Song „Jee Veerey“, der dem Kampf gegen Depression und psychischen Erkrankungen gewidmet ist. Im Januar 2019 folgte der Song „Endurant“, welcher das Thema „Mobbing / Bullying“ zum Thema hat und dies im Video auch eindrucksvoll verdeutlicht.

Am 21.April 2019 gab das Wacken Open Air bekannt das Bloodywood noch in diesem Jahr auf dem weltweit größten Metalfestival auftreten werde.

Live in Wacken 2019

Bereits zwei Tage später veröffentlichte die Band den Song „Machi Bhasad (Expect a Riot)“, welcher urprünglich im Soundtrack zum Ubisoft-Game „Beyond Good and Evil 2“ zu hören sein sollte. Mit Release der Single gaben Karan und Jayant bekannt, dass Raoul nun festes Mitglied von Bloodywood sei und dass eine Tour namens „Raj against the Machine“ in den Startlöchern steht.

Bloodywood

2020 veröffentlichte die Band den Song „Yaad“, indem es um den Umgang mit Verlusten geht.

Soziales Engagement

Bloodywood sticht mit ihrem Engagement im sozialen Bereich hervor. Keine schwammigen Ankündigungen sondern Taten sind die Devise. Seit der Bandgründung schon lässt dies keinen Zweifel.

Neben den kurzen Nachrichten am Ende ihrer Youtube – Videos verteilten sie beispielsweise zum Release der Single „Jee Veerey“ kostenlose bzw. bereits bezahlte Therapiesitzungen für Menschen mit Depressionen und psychischen Erkrankungen.

social

Beeindruckend: Nachdem Bloodywood ihr Europa Tour beendeten riefen sie ihre Fans zu einer Spendenaktion zur Unterstützung der „The Posh Foundation“ auf. Diese indische NGO kümmert sich um herrenlose Tiere. Darüber hinaus spendeten Bloodywood die Gewinne aus ihren Toureinnahmen, um eine Tierklinik für die Organisation zu kaufen.

Bloodywood – Videography

Headbangers Life – Kommentar

Es war im Frühjahr 2019 als Murphy meinte sie müsse mir unbedingt eine Band zeigen, aber nicht „mal schnell“ auf dem Smartphone, sondern Kopfhörer auf und gut zugehört.

Die ersten Klänge von „Ari Ari“ ließen meine Augen größer werden und mit beginn der Gitarrenriffs im zusammenspiel mit Flöte und der Dhol-Drum sowie dem folgenden Arrangement der Vocals hinterließen mir eine Gänsehaut vor frohlocken die bei keinem Bloodywood – Song nachließ.

What the f*ck – Was ist das denn für ein heftig geiler Sound. Das ist was ganz anderes, was neues, was absolut krassgeiles….!

(overwhelmed) Kosmoshout
Bloodywood – „Endurant“

Nachdem ich mich durch den Youtube – Kanal der Band gegraben habe, dieses Gefühl nicht nachließ und noch dazu kam, dass ich sah, wie die Jungs sich mit Herz engagieren und ihren eigen Witz mit einbringen, dabei aber ihre „Roots“ durch indische Instrumente und Videokulissen beibehalten, machte sich wahre Begeisterung breit. Von der Emotionalität und dem Zusammenspiel der Videos mit den Songs ganz zu schweigen.

Bei Bloodywood hat man das Gefühl was der eine oder andere auch aus dem Proberaum kennt, wenn mehrere Leute zusammenkommen und jede Band seine Songs spielt und man nen guten Abend hat – ABER AUF WELTNIVEAU!

Find them online

Ihr könnt Bloodywood auch über Patreon unterstützen und damit ihre sozialen Projekte fördern. >>hier<< geht´s zur passenden Seite.

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